Montag, 17. Juli 2017

[Rezension] Der Sommer als du wiederkamst




Titel: Der Sommer als du wiederkamst
Autorin: Emily Martin
Verlag: dtv Verlag
ISBN: 9783423740289
316 Seiten


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Klappentext
Es ist Sommer in North Carolina - und Declan ist aus dem Internat zurück. Declan, Harpers große Liebe, von dem sie sich vor einem Jahr getrennt hat. Als Declan jetzt vor ihr steht, noch attraktiver als früher, muss sich Harper schmerzlich eingestehen, dass sie ihn immer noch liebt. Und dass sie sich ihren Fehlern endlich stellen muss. Doch Declan will nicht mehr mit ihr reden...


Meine Meinung
Erst einmal vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. 

In diesem Buch geht es um Harper, deren Leben etwas aus dem Ruder gelaufen ist, nachdem sie sich vor einem Jahr von ihre Freund Declan getrennt hat. Neben den ganzen Gerüchten über sie, muss sie sich auch noch Sorgen um ihre kranke Mutter machen. In den Sommerferien kommt Declan dann aus dem Internat zurück und steht plötzlich vor ihr. Er besucht auch den gleichen Sommerkurs wie Harper und scheint immer in ihrer Nähe zu sein, doch es ist einfach nicht mehr so wie früher... aber kann es wieder so werden?

Harper ist ein 17 jähriges Mädchen, das so einige Probleme hat. Nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat, ist ihr Leben etwas aus dem Ruder gelaufen, sie geht oft auf Partys, trinkt und macht andauernd mit nem andren Kerl rum. Dadurch entstehen Gerüchte über sie, teilweise sind sie wahr, teilweise nicht. Noch dazu macht sie sich Sorgen um ihre kranke Mutter. Mit Harper bin ich so gar nicht warm geworden. Ich sehe bei ihr im Laufe der Geschichte auch keine Entwicklung. Sie benimmt sich teilweise wie ein trotziges Kleinkind finde ich. Zudem kann ich auch ihre ach so tolle beste Freundin Sadie gar nicht leiden, denn sie überredet Harper immer wieder auf Partys zu gehen und zu trinken und lässt sie dann alleine um mit irgendwelchen Typen in einem Zimmer zu verschwinden. Sadie ist für mich keine Freundin, sie versucht einfach nur aus Harper eine Kopie von sich selbst zu machen und wenn sich Harper mal mit anderen Freunden treffen will ist sie direkt sauer und redet ihr ein schlechtes Gewissen ein. Was mich an Harper jedoch am meisten gestört hat, ist, dass sie ständig mit anderen Typen rum macht, und sich dann wundert, dass Declan nicht mit ihr zusammen sein will. Es kommt so rüber als wäre Harpers Motto: Kann ich den einen nicht haben, nehme ich eben den nächstbesten. 
Auch mit Declan bin ich nicht wirklich warm geworden. Er hatte in seiner Vergangenheit einen schweren Schicksalsschlag, an dem er auch jetzt noch zu knabbern hat. Er scheint ganz nett zu sein, aber trotzdem konnte ich mich nicht wirklich in ihn reinfühlen und konnte auch keine Bindung zu ihm aufbauen.
Wen ich jedoch echt toll fand, waren Cory, Gwen und Mackenzie, denn in ihnen sehe ich wirkliche Freunde, die für einen einstehen und zu einem halten, komme was wolle.

Der Schreibstil der Autorin ist okay, jedoch nicht weltbewegend. Zu Beginn des Buches fand ich die Geschichte sehr fade und langweilig. Mir fehlt bei diesem Buch das Gewisse etwas und die tiefe. Die Geschichte wird aus Harpers Sicht geschrieben, was ich ganz gut fand, denn in Harpers Kopf passiert sehr viel und somit bekommt man einen besseren Einblick, was aber nicht heißt, dass ich das Handeln von Harper dadurch besser verstehen kann. Ich fand die Geschichte auch nicht spannend oder aufregend, sondern sie plätschert einfach so vor sich hin und ich fand sie auch sehr vorhersehbar. Was ich aber ganz schlimm fand, ist, die Message die in diesem Buch durch Harper und Sadies Verhalten vermittelt wird. Zum einen die Message: Es ist doch nicht schlimm, wenn man jeden Abend nen andren Kerl hat. Und zum Anderen noch die Message: Probleme kann man prima mit, Partys, Typen, Drogen und Alkohol verdrängen. Sorry aber ich fand diese Themen in diesem Buch etwas zu präsent und auch nicht gut dargestellt. Die Hälfte des Buches dreht sich darum, dass Harper mies drauf ist wegen Declan und ihrer Mutter und dann mit Sadie Party machen geht um sich besser zu fühlen. Das hat mich wirklich sehr gestört an diesem Buch!

Das Cover des Buches finde ich wirklich schön, und es passt auch zum Titel, denn es sieht nach Sommer aus, aber irgendwie finde ich es nicht so hundert Prozent passend zur Geschichte. Der Klappentext klang wirklich gut und war auch mit ausschlaggebend, dass ich dieses Buch lesen wollte, jedoch muss ich jetzt, wo ich die Geschichte kenne sagen, dass ich ihn etwas irreführend finde, denn ich habe in der Geschichte nichts davon gemerkt, dass Declan nicht mit Harper sprechen will, ganz im Gegenteil, sie reden sogar ziemlich oft miteinander.

Alles in allem hat mich dieses Buch wirklich sehr enttäuscht und ich muss gestehen, dass ich ca bei der Hälfte des Buches überlegt habe, das Buch abzubrechen und wäre es kein Reziexemplar gewesen, hätte ich es wohl auch getan.
Ich würde das Buch eher nicht empfehlen, aber da muss sich jeder selbst seine Meinung bilden. 



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