Dienstag, 13. Juni 2017

[Rezension] Losing me - Verliebt in meinen Stiefbruder



Titel: Losing Me - Verliebt in meinen Stiefbruder
Autorin: Christiane Bößel
Verlag: forever Verlag
ISBN: B06XC66C81
379 Seiten









*****ACHTUNG SPOILER*****


Klappentext

Er ist heiß, er ist mysteriös und er hat ein dunkles Geheimnis...
Die 18-jährige Julia ist ein absolutes Sunny Girl und eine der beliebtesten Schülerinnen an ihrer Highschool in Kalifornien. Außerdem ist sie mit Brandon zusammen, dem Star des Football-Teams. Die beiden kann so schnell nichts auseinander bringen. Auch nicht die drei Monate im Sommer, in denen Julia ihren Vater in Deutschland besucht. Oder doch? Was Julia nicht weiß: Ihr Vater hat eine neue Freundin, die ihren Pflegesohn Chris mit in die Beziehung bringt. Und damit auch in die Wohnung, in der Julia die nächsten Wochen leben wird. Chris ist ein echter Bad Boy ohne Manieren. Trotzdem fühlt sich Julia vom ersten Augenblick an wie magisch zu dem arroganten Draufgänger hingezogen...



Meine Meinung
Zuerst einmal vielen Dank an den Forever Verlag und an Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Hat mich wirklich sehr gefreut.

In diesem Buch geht es um Julia. Nachdem sich ihre Eltern getrennt haben, ist sie zusammen mit ihrer Mutter zu deren Freund in die USA gezogen. Dort lebt sie das Leben der Reihen und Beliebte. Sie gehört zu den beliebtesten Mädchen an ihrer Schule und ihr Freund ist einer der begehrtesten Jungs. Ihr Leben könnte einfach perfekt sein, doch dann verbringt sie den Sommer bei ihrem Vater in Deutschland und trifft auf den Pflegesohn der Freundin ihres Vaters und ab da ist alles anders und 2 Leben treffen aufeinander...

Ich hatte irgendwie große Probleme mit der Protagonistin in diesem Buch.
Julia ist 17 und lebt in den USA ein Leben, dass sie eigentlich gar nicht leben will aber da es ein bequemes Leben ist, ändert sie nichts daran. Das ist schon mal der erste Punkt der mich doch sehr an ihr stört. Was mich noch an ihr gestört hat war, dass sie die ganze Zeit darüber spricht, dass sie Angst hat das ihr Freund Brandon sie betrügen konnte und im nächsten Atemzug sagt sie wie toll sie Chris findet direkt nachdem sie ihn gesehen hat. Sie hat ihn nur kurz gesehen und noch nicht mal mit ihm gesprochen und schon muss sie eine Liste schreiben wieso sie ihn nicht toll finden darf. Das konnte und wollte ich einfach nicht verstehen. Nachdem sie dann ihren Freund wirklich aufs Übelste hintergangen hat war sie dann endgültig bei mir unten durch. Sorry aber Julia mag ich einfach wirklich nicht.
Brandon ist Julias Freund in den USA. Er ist einfühlsam und trägt Julia auf Händen und er tut mir dann einfach so leid. Julia verarscht ihn eigentlich total und er merkt es leider nicht.
Chris ist jemand, der eine wirklich schwere Kindheit hatte. Er ist vom richtigen Weg abgekommen und bei ihm merkt man, wie schwer es ist wieder den richtigen Weg einzuschlagen. Ganz schön finde ich hier die Beziehung zwischen Chris und seiner Pflegemutter dargestellt. Es ist wirklich toll zu lesen wie gut die zwei sich verstehen. Auch finde ich toll wie er sich langsam auch Julia gegenüber öffnet. Aber ich kann auch seine Wutausbrüche verstehen und wieso er so ist wie er ist, denn er hatte es wirklich nicht leicht.
Irgendwie bin ich in dieser Geschichte nicht wirklich warm geworden mit den Protagonisten was ich wirklich sehr schade finde. 

Die Geschichte ist aus Julias Sicht geschrieben und es ist wirklich interessant was ihr teilweise durch den Kopf geht, doch viele ihrer Handlungen kann und will ich nicht nachvollziehen. Was ich sehr schade finde, ist, dass man nicht mitbekommt, was in Chris' Kopf vorgeht. Ich hätte mir auch ein paar Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, denn ich finde er ist ein vielseitiger Charakter und bei manchen Situationen hätte ich wirklich sehr gerne seine Beweggründe gewusst.
Außerdem muss ich mal klar stellen, dass der Titel des Buches eigentlich falsch und irreführend ist, denn Chris ist eigentlich nicht Julias Stiefbruder, denn er ist nur der Pflegesohn der neuen Freundin ihres Vaters. Ich finde nicht, dass man in diesem Fall von Stiefgeschwistern reden kann.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig, aber trotzdem finde ich, ähnelt die Geschichte doch sehr der 'Dark Love' Geschichte, was mich auch irgendwie gestört hat. 

Das Cover finde ich eigentlich ganz schön und auch passend zum Buch. Zusammen mit dem Klappentext konnte es mich überzeugen und ich musste es einfach haben, leider konnte der Inhalt dann nicht so ganz mithalten.

Alles in allem eine nette Geschichte, mehr aber auch nicht. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen und ich hab mich wirklich oft über Julia aufregen müssen. Wer 'Dark Love' gerne gelesen hat kann sich auch an dieses Buch ran wagen, aber Vorsicht, ich finde es ähnelt sich doch sehr und ist schwächer als 'Dark Love'. Für Zwischendurch ist es ganz okay. Leider nur 1,5 Häschen von mir.




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