Donnerstag, 15. Juni 2017

[Rezension] Anything for love




Titel: Anything for love
Autorin: Sarah Dessen
Verlag: dtv Verlag
ISBN: 9783423717229
458 Seiten


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Klappentext
Dass Sydneys Leben auf den Kopf gestellt wird, nur wein sie eine Pizzeria betritt, hätte sie nicht für möglich gehalten. Denn ihr Grundgefühl im Moment ist: unsichtbar. Bei ihr zu Hause dreht sich alles nur um ihren Bruder, weil er betrunken einen Jungen angefahren hat und nun im Gefängnis sitzt. Dass ihre Mutter seine Schuld an dem Unfall ignoriert, macht es für Sydney nicht leichter. Bis sie in der Seaside Pizzeria Mac und Layla kennen lernt, deren Familie so ganz anders ist als ihre: chaotisch und warm, laut und liebenswert. Unvoreingenommen wird Sydney willkommen geheißen. Und wenn Mac sie ansieht, fühlt sie sich alles andere als unsichtbar...


Meine Meinung
Erst einmal Danke an den dtv Verlag für die Breitstellung des Rezensionsexemplares. Es hat mich sehr gefreut, da Sarah Dessen zu meinen Lieblings Autoren zählt.

In dem Buch geht es um Sydney. Nachdem ihr Bruder ins Gefängnis musste, dreht sich alles nur noch um ihn. Um den unangenehmen Fragen ihrer Mitschüler aus dem Weg zu gehen, wechselt Sydney die Schule. Nach einem ihrer ersten Schultage führt sie ihr Weg in die Seaside Pizzeria wo sie Mac und Layla kennen lernt. Sie werden schnell Freunde und bei ihnen fühlt Sydney sich wohl und sichtbar, wohingegen es sich bei ihr zu Hause immer noch alles um ihren Bruder dreht. Vor allem ihre Mutter behandelt sie total unfair und bringt sich in unangenehme Situationen, da sie immer wieder den merkwürdigen Ames in ihr Haus lässt. So lang und so oft es geht flüchtet Sydney zu ihren Freunden, doch was sie alles erleben, dass müsst ihr selbst lesen...

Oh man Sydney tat mir soooooo leid. Sie ist eigentlich ein lebensfroher Mensch doch nachdem ihr Bruder auf die schiefe Bahn geraten ist und ins Gefängnis musste gibt es für Sydney nicht mehr so viel zu lachen. Ihre Mutter verbietet ihr viel oder sie beachtet sie gar nicht, alles wegen den Fehlern ihres Bruders. Sie fühlt sich oft ungerecht behandelt und unsichtbar, doch bei ihren Freunden May und Layla fühlt sie sich wohl und es ist schön mit anzusehen wie Sydney sich langsam wieder öffnet und ihre lebensfrohe Seite zurück kehrt. 
Layla finde ich sehr sympatisch vor allem durch ihre Eigenarten zum Beispiel was das Pommes essen angeht. Sie ist ein sehr direkter und offener Mensch und eine wirklich tolle Freundin. Sie verurteilt Sydney nicht für das was ihr Bruder gemacht hat, sondern macht sich ihr eigenes Bild von ihr und steht ihr immer zur Seite.
Auch Mac fand ich total toll. Er ist eher der ruhigere Typ und auch er hat so seine Eigenarten. Auch er hält immer zu seinen Freunden und hilft wo er nur kann. 
Wen ich hingegen absolut gar nicht leiden konnte, ist Ames und Sydneys Mutter.
Ames ist einfach ein sehr schmieriger und komischer Typ und Sydneys Mutter ist einfach nur der Horror. Wie kann man so unfair seinem eigenen Kind gegenüber sein und sich so mies verhalten? Ich wurde jedes Mal richtig wütend wenn sie in der Geschichte aufgetaucht ist. Und Sydneys Vater ist eigentlich auch nicht viel besser, denn er sitzt immer nur da und schaut sich das Geschehen an aber schreitet nicht wirklich ein und hat auch nicht wirklich eine eigene Meinung, so kommt es für mich zumindest rüber, da er seiner Frau immer zustimmt.

Die Geschichte wird aus Sydneys Sicht geschrieben, was ich gut finde, denn in Sydneys Kopf passiert sehr viel und es ist schön mit zu bekommen wie es ihr in einzelnen Situationen geht. Der Schreibstil von Sarah Dessen, ist wie in all ihren Büchern, locker leicht und flüssig und einfach perfekt für ein Jugendbuch. Es werden ernste Themen angesprochen und trotzdem bringt sie auch eine angemessene Portion Humor in der Geschichte unter, was mir sehr gut gefallen hat, denn es lockert das ganze doch etwas auf. Ich hatte auf den ersten paar Seiten kurz Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen weil ich es etwas verwirrend fand, aber das hat sich nach den ersten 25 Seiten auch schon wieder gelegt und ab da wollte ich das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen. Was mich aber ein klein wenig geärgert hat war das Ende. Mir fehlen am Ende noch so zwei bis drei Sätze, denn es lässt eine Sache offen die ich gerne noch gewusst hätte :D Das ist aber auch Meckern auf hohem Niveau.

Das Cover muss ich ehrlich sagen, gefällt mir leider nicht so, auch im Bezug auf die Geschichte finde ich, hätte man ein passenderes Cover auswählen können. Es ist zwar weit entfernt von hässlich, aber es gibt auch definitiv Bessere und ich weis nicht ob mir das Buch auf gefallen wäre, wenn es nicht gerade von einer meiner Lieblings Autorinnen geschrieben wurde.

Alles in allem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen und ich finde, es ist nicht nur was für Jugendliche, sondern auch 'Ältere' können ihren Spaß an dem Buch haben. Ich hoffe Sarah Dessen schreibt noch viele weitere Bücher und ich freue mich schon jetzt auf jedes einzelne!


Dienstag, 13. Juni 2017

[Rezension] Losing me - Verliebt in meinen Stiefbruder



Titel: Losing Me - Verliebt in meinen Stiefbruder
Autorin: Christiane Bößel
Verlag: forever Verlag
ISBN: B06XC66C81
379 Seiten








*****ACHTUNG SPOILER*****

Klappentext

Er ist heiß, er ist mysteriös und er hat ein dunkles Geheimnis...
Die 18-jährige Julia ist ein absolutes Sunny Girl und eine der beliebtesten Schülerinnen an ihrer Highschool in Kalifornien. Außerdem ist sie mit Brandon zusammen, dem Star des Football-Teams. Die beiden kann so schnell nichts auseinander bringen. Auch nicht die drei Monate im Sommer, in denen Julia ihren Vater in Deutschland besucht. Oder doch? Was Julia nicht weiß: Ihr Vater hat eine neue Freundin, die ihren Pflegesohn Chris mit in die Beziehung bringt. Und damit auch in die Wohnung, in der Julia die nächsten Wochen leben wird. Chris ist ein echter Bad Boy ohne Manieren. Trotzdem fühlt sich Julia vom ersten Augenblick an wie magisch zu dem arroganten Draufgänger hingezogen...



Meine Meinung
Zuerst einmal vielen Dank an den Forever Verlag und an Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Hat mich wirklich sehr gefreut.

In diesem Buch geht es um Julia. Nachdem sich ihre Eltern getrennt haben, ist sie zusammen mit ihrer Mutter zu deren Freund in die USA gezogen. Dort lebt sie das Leben der Reihen und Beliebte. Sie gehört zu den beliebtesten Mädchen an ihrer Schule und ihr Freund ist einer der begehrtesten Jungs. Ihr Leben könnte einfach perfekt sein, doch dann verbringt sie den Sommer bei ihrem Vater in Deutschland und trifft auf den Pflegesohn der Freundin ihres Vaters und ab da ist alles anders und 2 Leben treffen aufeinander...

Ich hatte irgendwie große Probleme mit der Protagonistin in diesem Buch.
Julia ist 17 und lebt in den USA ein Leben, dass sie eigentlich gar nicht leben will aber da es ein bequemes Leben ist, ändert sie nichts daran. Das ist schon mal der erste Punkt der mich doch sehr an ihr stört. Was mich noch an ihr gestört hat war, dass sie die ganze Zeit darüber spricht, dass sie Angst hat das ihr Freund Brandon sie betrügen konnte und im nächsten Atemzug sagt sie wie toll sie Chris findet direkt nachdem sie ihn gesehen hat. Sie hat ihn nur kurz gesehen und noch nicht mal mit ihm gesprochen und schon muss sie eine Liste schreiben wieso sie ihn nicht toll finden darf. Das konnte und wollte ich einfach nicht verstehen. Nachdem sie dann ihren Freund wirklich aufs Übelste hintergangen hat war sie dann endgültig bei mir unten durch. Sorry aber Julia mag ich einfach wirklich nicht.
Brandon ist Julias Freund in den USA. Er ist einfühlsam und trägt Julia auf Händen und er tut mir dann einfach so leid. Julia verarscht ihn eigentlich total und er merkt es leider nicht.
Chris ist jemand, der eine wirklich schwere Kindheit hatte. Er ist vom richtigen Weg abgekommen und bei ihm merkt man, wie schwer es ist wieder den richtigen Weg einzuschlagen. Ganz schön finde ich hier die Beziehung zwischen Chris und seiner Pflegemutter dargestellt. Es ist wirklich toll zu lesen wie gut die zwei sich verstehen. Auch finde ich toll wie er sich langsam auch Julia gegenüber öffnet. Aber ich kann auch seine Wutausbrüche verstehen und wieso er so ist wie er ist, denn er hatte es wirklich nicht leicht.
Irgendwie bin ich in dieser Geschichte nicht wirklich warm geworden mit den Protagonisten was ich wirklich sehr schade finde. 

Die Geschichte ist aus Julias Sicht geschrieben und es ist wirklich interessant was ihr teilweise durch den Kopf geht, doch viele ihrer Handlungen kann und will ich nicht nachvollziehen. Was ich sehr schade finde, ist, dass man nicht mitbekommt, was in Chris' Kopf vorgeht. Ich hätte mir auch ein paar Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, denn ich finde er ist ein vielseitiger Charakter und bei manchen Situationen hätte ich wirklich sehr gerne seine Beweggründe gewusst.
Außerdem muss ich mal klar stellen, dass der Titel des Buches eigentlich falsch und irreführend ist, denn Chris ist eigentlich nicht Julias Stiefbruder, denn er ist nur der Pflegesohn der neuen Freundin ihres Vaters. Ich finde nicht, dass man in diesem Fall von Stiefgeschwistern reden kann.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig, aber trotzdem finde ich, ähnelt die Geschichte doch sehr der 'Dark Love' Geschichte, was mich auch irgendwie gestört hat. 

Das Cover finde ich eigentlich ganz schön und auch passend zum Buch. Zusammen mit dem Klappentext konnte es mich überzeugen und ich musste es einfach haben, leider konnte der Inhalt dann nicht so ganz mithalten.

Alles in allem eine nette Geschichte, mehr aber auch nicht. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen und ich hab mich wirklich oft über Julia aufregen müssen. Wer 'Dark Love' gerne gelesen hat kann sich auch an dieses Buch ran wagen, aber Vorsicht, ich finde es ähnelt sich doch sehr und ist schwächer als 'Dark Love'. Für Zwischendurch ist es ganz okay. Leider nur 1,5 Häschen von mir.