Samstag, 29. April 2017

[Rezension] Don't kiss Ray




Titel: Don't kiss Ray
Autorin: Susanne Mischke
Verlag: dtv Verlag
ISBN: 9783423740265
316 Seiten


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Klappentext
''Hallo Mädchen mit der Puderzuckernase, falls du da bist... Tut mir leid, dass es vorhin nicht geklappt hat. Versuchen wir es morgen nochmal?''
Keine gute Idee, Ray in aller Öffentlichkeit zu küssen - vor allem, wenn seine Fans daneben stehen und fotografieren. Das merkt Jill am Abend, nachdem sie und Ray sich kennengelernt und ineinander verliebt haben. Denn Ray ist der Leadsänger der bekannten Nachwuchsband >Broken Biscuits<, und als Fans von der Romanze der beiden erfahren, geht im Netz eine wahre Hetzjagd los...


Meine Meinung
Vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Hat mich wirklich sehr gefreut!

In diesem Buch geht es um Jill, die mit ihren Freundinnen auf einem Festival, den süßen Ray kennen lernt. Was sie zu dem Zeitpunkt nicht wusste, Ray ist der Sänger eine berühmten Nachwuchsband. Wieder zu Hause, entdeckt Jill im Internet Bilder von sich und Ray. Unter den Bildern wimmelt es nur von Hasskommentaren und sogar Morddrohungen. Dass damit nicht zu Spaßen ist, erfährt Jill dann auch noch am eigenen Leib. Doch es wird noch schlimmer, als sie Rays Stellungnahme zu dem ganzen liest. Kann es für die beiden ein Happy End geben? Oder ist der Druck der Öffentlichkeit zu groß? Das müsst ihr selbst lesen!

Jill fand ich eigentlich direkt sympatisch. Sie ist ein ganz normaler Teenager, der gerne etwas mit Freundinnen unternimmt. Durch die Trennung ihrer Eltern, wirkt sie manchmal jedoch betrübt, was man aber natürlich verstehen kann und was ihren Charakter authentisch macht. Auch ist sie manchmal etwas naiv, was aber auch ganz normal ist in ihrem Alter, an anderen stellen beweist sie dann jedoch, das sie stark und selbstbewusst ist, was mir sehr gut gefallen hat.
Ray fand ich eigentlich auch ganz sympatisch, aber irgendwie konnte ich keinen richtigen Draht zu ihm finden. Er ist halt da, ist ein Rockstar, der sich an Regeln zu halten versucht, da an diesen Regeln eine Menge Schicksale hängen und ein paar Seiten weiter, sind ihm diese Schicksale auf einmal egal und er will total egoistisch handeln. Das hat mich etwas an ihm gestört.
Jills Freundinnen, Katja, Linda und Fabienne fand ich eigentlich ganz lustig. Zu Beginn des Buches sind sie einfach nur Beste Freundinnen die nichts zwischen sich kommen lassen wollen. Doch dann kommt das Leben und vor allem Jungs und das Erwachsen werden dazwischen und es gibt die ein oder andere Zerreißprobe für ihre Freundschaft. 
Von Rays anderen Bandmitgliedern, erfährt man nicht ganz so viel und somit konnte ich auch zu ihnen einfach keinen richtigen Draht finden. Leider.

In diesem Buch werden einige interessante Themen angesprochen. Zum einen natürlich das Cybermobbing, welches Jill durch die Fotos mit Ray erfährt. Sie wird jedoch nicht nur gemobbt sondern auch angegriffen. Die Geschichte zeigt hier sehr gut, wie schnell sich Dinge im Internet verbreiten können und was es für Konsequenzen haben kann. Mit solchen Konsequenzen muss auch Ray leben, denn es kursieren einige unschöne Gerüchte über ihn im Netz und er kann nicht wirklich was dagegen machen. Es zeigt wie stark sich, vor allem Jugendliche durch die Anonymität im Netz fühlen können.
Auch ein wichtiges Thema in diesem Buch ist Freundschaft und die erste große Liebe. Auch dieses Thema finde ich hier sehr gut verarbeitet. Man sieht an Hand der Mädchenclique wie schnell Menschen sich verändern und andere Prioritäten setzen wenn sie erwachsen werden. Außerdem wird auch das Thema Eifersucht unter Freunden aufgegriffen, was im Zusammenhang mit der ersten großen Liebe natürlich auch eine große Rolle spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht. Jedoch fehlt mir teilweise die gewisse Tiefe, was ich sehr schade fand. Auch konnte mich das Buch nicht so sehr an sich fesseln, wie es schon andere Bücher getan hat. Trotzdem hat mir das Buch gefallen, denn wie oben schon geschrieben, werden einige wichtige Themen angesprochen, vor allem für Jugendliche, die ja nun auch Zielgruppe dieser Geschichte sind. 
Die Geschichte wird sowohl aus Jill's als auch aus Ray's Sicht geschrieben, was ich sehr gut fand, denn so bekommt man das Wechselbad der Gefühle der beiden gut mit. Außerdem finde ich es in diesem Buch wichtig beide Sichtweisen zum Beispiel zum Cybermobbing zu erfahren.

Das Cover finde ich wirklich schön, auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn es etwas weniger rosa wäre :D Trotzdem finde ich, passt es wirklich gut zur Geschichte, denn die Fotos die auf dem Cover zu sehen sind, könnten gut und gerne Fotos von zum Beispiel, Instagram oder Facebook Accounts von Jill oder einer ihrer Freundinnen sein. 

Alles in allem handelt es sich bei dem Buch um ein schönes Teenie Buch für zwischendurch. Es ist keine schwere Kost und man kann mit dem Buch einfach mal für ein paar Momente abschalten, auch wenn es die ein oder andere Schwäche hat wie ich finde. Für Teenies würde ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen!



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