Freitag, 25. März 2016

[Rezension] Mulan - Verliebt in Shanghai



Titel: Mulan - Verliebt in Shanghai
Autorin: Susanne Hornfeck
Verlag: dtv 
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 19.02.2016
ISBN: 9783423650229
261 Seiten
Sprache: deutsch


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Klappentext
Drei Monate Shanghai heißen für Mulan: drei Monate im zärtlichen Würgegriff ihrer chinesischen Verwandtschaft. Sie kennt doch die Leute gar nicht. Und zum Sprachunterricht hat sie schon gar keine Lust. Damit hat ihre Mutter sie die letzten 15 Jahre in Deutschland bereits gequält.
Aber irgendwie faszinierend ist diese Mega-City schon und die Chinesen, besonders Mulans Großmutter, anders als erwartet. Je mehr Mulan abtaucht in den Alltag, desto aufregender werden für sie die Menschen. Besonders einen gibt es, für den es sich sogar lohnen würde, die chinesischen Schriftzeichen zu lernen - nur um ihm texten zu können.


Anfang
Mulan wurde durch ein sanftes Rütteln an der Schulter geweckt. Im ersten Moment wusste sie nicht, wo sie war. Vor ihr stand eine Stewardess und hier ihr mit einer Zange einen gerollten Waschlappen hin. Aha, im Flugzeug. Dass war sie also doch noch eingeschlafen. Während der endlos langen Nacht hatte sie immer wieder auf die Uhr geschaut, deren Zeiger einfach nicht vorankam. Der winzige Flieger auf dem Display im Vordersitz hatte sich quälend langsam über die riesige Landmasse Richtung Osten bewegt.
Sie rappelt sich aus ihrer unbequemen Schlafposition hoch und entwirrt die langen Beine. Als sie nach dem Waschlappen griff, wäre sie fast zurückgezuckt, das Ding war feucht und heiß. Wozu sollte das gut sein? Sie tat es den anderen nach und legte sich das Tuch aufs Gesicht. Wunderbar! Genüsslich sog sie das leichte Menthol-Aroma ein, eine Wohltat für die brennenden Augen, die trockene Nase, die gespannte Haus. Einen Moment lang blieb sie so, in ihrem Sitz zurückgelehnt, geschützt vor dem grellen Licht, das jetzt die Kabine durchflutete.
Worauf hatte sie sich da nur eingelassen?


Autorin
Susanne Hornfeck ist Germanistin und Sinologin, Autorin und Übersetzerin. Fünf Jahre lebte und sie in Taipeh. Heute lebt sie in der Nähe von München. Für ihre Übersetzungen wurde Susanne Hornfeck mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem C.H.Beck-Übersetzerpreis 2007. Die beiden Jugendromane ''Ina aus China'' und ''Torte mit Stäbchen'' sind ebenfalls in der Reihe Hanser erschienen.


Meine Meinung
Dieses Buch wurde mir von dtv Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür :)

In diesem Buch geht es um Mulan, die für 3 Monate zu ihrer Verwandtschaft nach Shanghai soll. Mulan ist halb Deutsche und halb Chinesin und soll sich intensiver mit ihrer chinesischen Herkunft befassen. Sie ist Anfangs gar nicht begeistert von der Idee und steht dem ganzen doch sehr skeptisch gegenüber. Sie weis Anfangs auch nicht was genau sie von der chinesischen Verwandtschaft mütterlicherseits halten soll. Doch Mulan lernt ihre Familie und die Stadt Shanghai immer besser kennen und findet auch in ihrer Sprachschule schnell Freunde, sodass der Trip doch gar nicht so schlecht ist wie sie dachte. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter verbessert sich!

Mulan ist ein sehr sympatischer Charakter. Zu Beginn ist sie sehr unsicher, da sie sich weder als Deutsche noch als Chinesin sieht und sie nicht genau weis wo sie hingehört. Außerdem ist sie zu Beginn auch ein typischer bockischer Teenager der froh ist, mal von der doch strengen Mutter weg zu kommen, doch im Laufe der Geschichte macht sie eine Wandlung durch und wird auch erwachsener und sieht anschließend alles mit anderen Augen. Diese Wandlung gefällt mir sehr gut. Auch die Familienmitglieder und Freunde von Mulan die man in der Geschichte kennen lernt kommen sehr authentisch und sympatisch rüber. 

Ich muss gestehen, dass ich mich sehr schwer getan habe mit dem Buch und auch wirklich lange gebraucht habe und zwischenzeitlich auch am überlegen war es abzubrechen. Der Schreibstil von Susanne Hornfeck ist flüssig und sie weis auch wirklich von was sie schreibt und bringt sehr viele Fakten mit in die Geschichte ein und ich glaub das hat mich etwas gestört. Ich hatte ich wohl zu sehr auf eine Lovestory in China gefreut und war dann etwas erschrocken, das es am Anfang eigentlich hauptsächlich um die Chinesische Kultur ging. Gegen Ende hin hat sich das Buch für mich dann aber doch noch etwas gebessert, aber leider konnte es mich trotzdem nicht richtig in seinen Bann ziehen was ich sehr schade finde, denn ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut!

Das Cover des Buches finde ich sehr schön und auch sehr passend zur Geschichte.

Alles in allem ist das Buch okay für zwischendurch und für Leser die gerne über andere Kulturen und Fakten über Fremde Länder lesen, ist dieses Buch definitiv empfehlenswert. Für mich war es leider ein schwaches Buch.



Fazit

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    deine Rezi ist echt toll geschrieben! Schade das dir das Buch nicht gefallen hat. Das Cover finde ich echt schick aber wenn viel über die Kultur geschrieben wird und die Story eher in den Hintergrund gelangt ist es natürlich nicht so toll.

    Liebst, Tinker

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